Leseprobe Nr. 1
Thema: Ein Waldausflug
Thema: Ein Waldausflug
Ein Waldausflug
Kurz vor den Herbstferien wandert unsere Klasse 3a in den Wald. Wir Kinder freuen uns sehr und sind gespannt, was uns der Forster zeigen und erz ¨ ahlen wird. Bevor die Wanderung beginnt, bittet uns Frau Neumann, unsere Lehrerin: ,,Vergesstden Rucksack mit eurem Getrank und eurer Brotzeit nicht! Nehmt auch einen No- ¨tizblock und einen Bleistift mit! Jedes Kind braucht eine kleine Tute, um Bl ¨ atter und ¨Waldfruchte zu sammeln. Damit wollen wir sp ¨ ater im Klassenzimmer eine Ausstel- ¨ lung machen.”
Um 9 Uhr brechen wir auf. Zum Gluck hat sich der Nebel, der noch auf dem mor- ¨gendlichenSchulweg uber dem Land lag, verzogen und die Sonne begleitet uns bis ¨zum Waldrand.
Dort werden wir von Herrn Reichert, dem Forster, erwartet. Er begr ¨ ußt uns freund- ¨lich und macht kleine Scherze. Auch schaut er lustig aus mit seinem grauen Jagerhut ¨und seinem langen Vollbart. Herr Reichert hat einen kleinen Dackel dabei und verspricht uns, dass jeder den Hund einmal an der Leine fuhren darf. Das macht Spaß! ¨ Wir alle freuen uns auf den schonen Vormittag. ¨ Bevor es losgeht, bekommen wir noch kleine Arbeitsauftrage: ,,Sammelt die Zap- ¨ fen der Nadelbaume und nehmt von den Laubb ¨ aumen Fr ¨ uchte mit! Sucht sch ¨ one ¨ bunte Blatter!” ¨ Herr Reichert fordert uns Kinder auf: ,,Schaut euch einmal die Farben der Baume ¨ und Straucher an!” Wir sehen, dass die Bl ¨ atter nicht mehr gr ¨ un, sondern leuchtend ¨ rot, gelb oder braun sind.
Eine Gruppe mit Larchen f ¨ allt uns besonders auf. Der F ¨ orster erkl ¨ art: ,,L ¨ archen sind ¨ Nadelbaume, deren Nadeln sich jetzt im Herbst bereits gelb gef ¨ arbt haben und bald ¨ abfallen werden. Die anderen Nadelbaume wie Kiefer, Tanne oder Fichte, behalten ¨ ihre grunen Nadeln. Sie sind immergr ¨ un, weil ihre schmalen, harten Nadeln im Win- ¨ ter weniger Wasser verdunsten als die Laubbaume.” Wir k ¨ onnen gut unterscheiden, ¨ wo Nadel- und wo Laubbaume stehen, denn das saftige Gr ¨ un der Nadeln ist zwi- ¨ schen den bunten Baumen nicht zu ¨ ubersehen. ¨ Auf unserem weiteren Weg erklart uns der F ¨ orster, wie man die Laubb ¨ aume un- ¨terscheiden kann: an den Blattern, an der Rinde, am Wuchs und an der Form der ¨ Krone. Nun darf sich jeder einen Lieblingsbaum aussuchen und ihn abzeichnen. Anschließend sammeln wir Blatter und Fr ¨ uchte. Weil es so großen Spaß macht, durch ¨ das knisternde Laub zu stapfen, fangen wir an zu schreien und uns mit Blattern zu ¨ bewerfen. Herr Reichert bittet aber: ,,Seid leise! Stort die Tiere nicht! H ¨ ort einmal auf die Wald- ¨ gerausche!” Wir setzen uns auf einen langen, umgelegten Baumstamm, schließen ¨ die Augen und lauschen. Tatsachlich- der Wald macht seine eigene Musik. Wir h ¨ oren ¨ das Rascheln der fallenden Blatter, das Rauschen des Windes, das Knacken der ¨ Aste und das Schreien, Kr ¨ achzen und Zwitschern der V ¨ ogel. ¨ Zuletzt fuhrt uns Herr Reichert noch an einen frisch geschlagenen Baum. Wir ent- ¨ decken an der Schnittflache des Baumes Ringe. Der F ¨ orster erkl ¨ art uns, dass dies ¨ die Wachstumsringe des Baumes sind. Wenn wir die Ringe zahlen, wissen wir, wie ¨ alt der Baum ist. Sind die Ringe sehr schmal und eng, dann ging es dem Baum in diesen Jahren nicht gut. Vielleicht hat er zu wenig Wasser bekommen oder er war von Schadlingen befallen. ¨
So langsam mussen wir uns auf den R ¨ uckweg machen. Doch zum Abschied hat ¨ Herr Reichert noch eine Uberraschung f ¨ ur uns. Aus seiner Umh ¨ angetasche zieht er ¨ ein kleines Waldhorn heraus und blast darauf ein kurzes Jagdsignal. Wir klatschen ¨ und bedanken uns fur die interessante und abwechslungsreiche Waldf ¨ uhrung. ¨
Fragen zum Text
1. Was sollen die Kinder in den Wald mitnehmen?
2. Richtig oder falsch? Kreuze an.
richtig falsch
Der Forster hat einen Vollbart. ¨
Er tragt einen gr ¨ unen J ¨ agerhut. ¨
Er hat einen Schaferhund dabei. ¨
Er macht Scherze.
1. Was sollen die Kinder in den Wald mitnehmen?
2. Richtig oder falsch? Kreuze an.
richtig falsch
Der Forster hat einen Vollbart. ¨
Er tragt einen gr ¨ unen J ¨ agerhut. ¨
Er hat einen Schaferhund dabei. ¨
Er macht Scherze.
3. Welcher Nadelbaum verliert seine Nadeln im Herbst?
4. Welche der Nadelbaume, die die Kinder im Wald sehen, ¨ verlieren ihre Nadeln nicht?
5. Wie kann man Laubbaume voneinander unterscheiden? ¨
6. Der Forster will nicht, dass die Kinder im Wald laut sind. ¨
Welche drei Bitten hat er? Schreibe sie wortlich aus dem Text ¨ ab.
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7. Welche Gerausche h ¨ oren die Kinder im Wald? ¨
Die Kinder horen ¨
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4 Klasse Deutsch Übungen
4. klasse deutsch diktat
4.klasse deutsch arbeitsblätter zum ausdrucken
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